Osteopathie

Diese Methode setzt sich aus drei großen Bestandteilen zusammen – der Craniosacralen, Parietalen und Visceralen Osteopathie.

Die Craniosacrale Osteopathie behandelt folgende Strukturen:

  • die Schädelknochen
  • die Hirn- und Rückenmarkshäute, das Kreuzbein
  • die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit
  • das Gehirn, sowie die Organe zur Herstellung und Resorption des Liquors.

Diese Strukturen haben eine enge Verbindung zum Nervensystem , zum Hormonsystem, zum Muskelskelett-, Gefäß- und Organsystem

Diagnose und Therapie in der Craniosacralen Osteopathie orientieren sich maßgeblich am Craniosacralen Rhythmus. Dieser Rhythmus ist, wie Herzschlag und Atem ein eigenständiger Körperrhythmus mit einer Frequenz von ca. 7-14 Zyklen pro Minute. Er kommt durch die an- und abschwellende Bewegung des Gehirnwassers zustande. Der Osteopath kann durch Tastung die craniosacralen Bewegungen am Schädel und am ganzen Körper wahrnehmen und so Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit des Systems feststellen. Zur Behandlung wird mit sehr sanften, aber spezifischen Mobilisationen die Bewegungsfähigkeit der eingeschränkten Strukturen wieder hergestellt.

 

Die Parietale Osteopathie ist der Bereich osteopathischer Behandlung, der sich mit den Faszien, Muskeln, Knochen und Gelenken des Körpers befasst:

Traditionell stellt die parietale Osteopathie die Basis osteopathischer Behandlungen dar. Es werden verschiedene Behandlungstechniken verwendet um krankhafte Veränderungen des Muskel-Skelett-Systems zu finden und zu behandeln. Eine dieser Techniken ist die Muskel-Energie-Technik.

Die Muskel-Energie-Technik ist eine sanfte Behandlungsmöglichkeit für das Muskel-Skelett-System. Blockierte oder fehlstehende Gelenke werden rhythmisch unter Zuhilfenahme der Muskelkraft des Patienten (Muskel-Energie) mobilisiert und in ihre ursprüngliche physiologische Lage zurückgebracht. Die Muskel-Energie-Technik kann bei Schmerzen und Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates helfen. Aber auch bei vielen anderen Symtomatiken, welche oftmals durch Bewegungseinschränkungen der umgebenden Strukturen mitverursacht werden, bspw. bei Kopfschmerzen und Migräne, Asthma bronchiale und Herzbeschwerden, setzt der Osteopath diese Technik ein. Bei dieser sanften Behandlungstechnik ist der Patient aktiv mitbeteiligt und wird nicht nur „passiv eingerenkt“. So wird die Behandlung für den Patienten verständlich und nachvollziehbar.

 

In der Viszeralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt.

Es werden dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegewebe ertastet und behandelt. Diese Art von Bewegungen wird in der Viszeralen Osteopathie Mobilität genannt. Es können Anheftungen der Organe mobilisiert, Verklebungen gelöst und gestaute Gewebe drainiert werden. Dadurch kann die Funktion der Organe unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst werden.

In der Viszeralen Osteopathie besitzt das Wissen um die embryonale Entwicklung der Organe eine große Bedeutung, da sich aus der „embryonalen Entwicklungsbewegung“ die jedes Organ vollzieht, eine feine tastbare Bewegung ergibt, welches das jeweilige Organ als Ausdruck seiner Vitalität fortwährend ausführt.

Die Osteopathie ist auch eine sehr gut geeignete Methode in der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern. Sie wird häufig als Therapie für sog. Schreikinder genutzt, da diese oftmals unter Blockierungen der Kopfgelenke sowie der Halswirbelsäule leiden.

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